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Lesen ist denken mit fremdem Gehirn Jorge Luis Borges

2017

„Flüchtling ist doch kein Berufswunsch“

(veröffentlicht am 11.07.2017 )

Eine Lesung der besonderen Art

Firas Alshater ist am 11. Juli zu Gast in der Stadtbücherei Gevelsberg

 

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(v.l.: L. Lalana, A. Konstantinopoulos, K. Wortmann, S. Kron)

Foto: André Sicks

Gevelsberg: Firas Alshater ist ein ganz normaler Berliner mit Hipsterbart und Brille, ein Comedian und erfolgreicher YouTuber. Nur, dass er bis vor vier Jahren in Syrien für seine politischen Videos sowohl vom Assad-Regime als auch von Islamisten verhaftet und gefoltert wurde. Erst die Arbeit an einem Film (Syria Inside) erbrachte ihm das ersehnte Visum für Deutschland, und er betrat den größten Kokon der Welt: den Westen.

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10. Ehrenamtspreis geht an die Leselernhelfer in Gevelsberg

(veröffentlicht am 07.04.2017 )

 

10. Ehrenamtspreis der SPD geht an die Leselernhelfer in Gevelsberg: Nächstenliebe und Menschlichkeit

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Mentor Gevelsberg in 5 Minuten, 47 Sekunden

(veröffentlicht am 17.01.2017 )

Mentor Gevelsberg in 5 Minuten, 47 Sekunden

Von Klaus Bröking, WP Gevelsberg.

Es wurde kein roter Teppich für die Filmpremiere ausgerollt. Der Imagefilm für Mentor Gevelsberg kann sich aber sehen lassen.uploads/1_vereine/gevelsberg/koepfe/Film .JPG

Zufrieden nach der Premiere: Die Gevelsberger Mentoren mit dem Filmemacher Jens Pommerenke (2.v.re.) und Klaus R. Wortmann (davor), dem Vorsitzenden der Lesehelfer.

Das Image der Lesehelfer von Mentor in Gevelsberg ist sicherlich noch mehr als gut. Wozu bedarf es also eines Imagefilms? „Der hilft dabei, dass neue Sponsoren und Interessenten einen Eindruck von unserer Arbeit bekommen. Auch bei unseren Kursen für neue Mentoren kann ich ihn einsetzen“, sagt Klaus R. Wortmann, Vorsitzender des Vereins. Mit Jens Pommerenke von „Air Pictures“ hat er einen erfahrenen Regisseur und Kameramann gefunden, der die Idee nicht nur in die Realität umgesetzt hat, sondern sich auch für die gute Sache einsetzt.
Ganze 5 Minuten und 47 Sekunden ist der Film lang geworden. Er hatte am Donnerstagabend in der Gevelsberger Stadtbücherei sozusagen seine Kino-Premiere vor den kritischen Augen der Mentoren, die je ein Kind eine Stunde in der Woche an den Gevelsberger Schulen unter ihre Fittiche nehmen, mit ihnen lesen, die Freude am Buch wecken wollen und so die Noten zu verbessern helfen. „Wirklich toll gemacht“, war das einhellige Lob aus der Runde.
Der Film gibt einen Eindruck von dem ehrenamtlichen Engagement des Vereins und seiner Mitglieder. In ihm kommt aber auch die Gevelsberger Bücherei-Leiterin Stephanie Kron zu Wort. „Lesen ist ein Geschenk“, sagt sie und hält die Arbeit der Mentoren – die Kron unterstützt, wo immer sie nur kann – für unbezahlbar. Und auch der Schirmherr der Gevelsberger Gruppe, der bekannte Kinderbuch-Autor Jürgen Banscherus, gibt ein Statement ab. Ruth Schlünder, Chefin der Gevelsberger Hauptschule, beurteilt die Arbeit der freiwilligen Helfer von Mentor aus ihrer Sicht.
Es gibt daneben auch einen filmischen Streifzug durch das Lesecafé in der Stadtbücherei. Mit dem Projekt haben die Lesepaten von Mentor seit dem Sommer 2015 eine zusätzliche Aufgabe übernommen. Den Menschen, die vor dem Krieg nach Gevelsberg geflüchtet sind, wird hier die Möglichkeit gegeben, neben den für sie vorgesehenen Kursen, die Sprache ihrer neuen Heimat schneller zu lernen. Freundschaften seien hier entstanden, schildert eine Mentorin im Film.
Für Luftaufnahmen bekannt
Für Jens Pommerenke war es kein einfacher Job, den er für Mentor erledigen sollte und auch wollte. Eigentlich ist sein Unternehmen unter dem Namen „Air Pictures“ für actiongeladene Filme oder atemberaubende Fotos bekannt, die mit der Kamera an einer fliegenden Drohne aufgenommen werden. Seine Nachtaufnahmen von der Gevelsberger Kirmes sind tausendfach für den guten Zweck, in diese Fall die Deutsche Krebshilfe, über den Ladentisch gegangen.
„Hier konnte ich aber einmal unter Beweis stellen, dass ich nicht nur Aufnahmen aus der Vogelperspektive machen kann, sondern auch ganz bodenständige Filme,“ sagt Pommerenke. Es mussten Drehgenehmigungen eingeholt werden. Die Eltern der Kinder, die in dem Film vorkommen, wurden um Erlaubnis gefragt.
Zum Schluss der Dreharbeiten hatte der Kameramann drei Stunden Filmmaterial sozusagen im Kasten. Eigentlich hatten sich Pommerenke und der Mentor-Vorsitzende Klaus R. Wortmann ein Zeitlimit für den Imagefilm gesetzt. Nicht länger als drei Minuten sollte er dauern. Das Ziel war dann doch nicht zu erreichen. „Bei der Kürze wären zu viele Inhalte verloren gegangen“, erklärt Jens Pommerenke. Und so sei das Projekt schließlich nach 5 Minuten und 47 Sekunden über die Ziellinie gegangen.
30 Arbeitsstunden investiert
Zum Schluss hatte der Filmemacher, der von der Sache der Mentoren überzeugt ist, mehr als 30 Arbeitsstunden in sein Werk investiert. So ganz konnte der Gevelsberg die Finger dann doch nicht von seiner fliegenden Kamera lassen. Zum großen Finale stehen die Mentoren auf dem Balkon der Gevelsberger Stadtbücherei an der Wittener Straße und winken in den Himmel hinein, dort hin, wo die Drohne fliegt.
Foto von Klaus Bröking, vom 14.01.17 (WestfalenPost)